Ein Handzettel mit kompakter Information
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Handzettel BIM MehrWert WwkUnFKg 20240419

Im Auftrag des Amtes für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Bonn wird die 2018 begonnene Reihe zur Interkulturellen Wertevermittlung in diesem Jahr fortgeführt.

Die zunehmend unvermittelte Begegnung mit Fake News ruft regelmäßig Irritation und Unbehagen hervor, und schädigt das Vertrauen in Medien, Politik und Gesellschaft!
Schlimmer noch: Als Teil strategischer Desinformation liegt im wohlplatzierten Rühren an menschlichen Ängsten und Befürchtungen eine mutmaßliche Absicht.

Ob kurzfristiges Hervorrufen empörender Reflexe oder langfristige Gefährdung gesellschaftlichen Miteinanders: Die wesentliche Schwierigkeit liegt zunächst in den eigenen Kompetenzen, das provozierte Unbehangen zielführend zu lesen und zu behandeln. Was eine solche Situation selten brauchen kann, ist weitere Eskalation: Polarisierende Missverständnisse führen fast immer zur wenig hilfreichen Spaltung durch Aufkündigen des Dialogs!

Ironie dieser verzweifelten Verlegenheit ist, dass es erhebliche Energieressourcen und Expertise benötigt, um überhaupt einen sinnstiftenden Über- oder Einblick zu gewährleisten. Dies gilt sowohl in Anbetracht der Fülle an Desinformationen, als auch der Angebote zu deren Bewältigung.

Wenn schon die Auseinandersetzung unausweichlich ist, so kann jedoch zumindest ein umsichtiger Wissenschaftstransfer zur Entlastung beitragen. Mit einem besonnenen Umgang lassen sich Konfliktpotentiale und Radikalisierung abfedern, und im besten Falle sogar konstruktiv gestalten.

Jedenfalls ist es an dieser Stelle – nicht zuletzt angesichts bestehender und drohender Verhältnisse, sowie Fortschritte in den Bereichen digitaler KI – dringend erforderlich, gewappnet und handlungsfähig zu sein.

Für einen tieferen Einstieg in das aktuelle Thema, unterschiedliche Annäherungsstrategien und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung von Fake News empfehlen wir diesen Beitrag aus der Reihe Podcast vom Posten des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.

Dem Problem Fake News konstruktiv und konziliant begegnen…!

Mit dem LVR-geförderten Projekt „Wie wir kompetenten Umgang mit Fake News gewinnen …“ erschließt das BIM e.V. einen praxisorientierten Werkzeugkasten für den Bereich der Sozialen Arbeit, speziell für die unausweichlich gewordene Begegnung mit Desinformation und der daraus resultierenden Gefährdung demokratischer Stabilität der Gesellschaft.

Die angebotenen Maßnahmen sollen nicht nur gesteigerte Resilienz und Medienkompetenz erschließen, sondern darüber hinaus konziliante Strategien ermöglichen, damit ein bedarfsgerechter Umgang in der Sozialen Arbeit hinsichtlich der Sorgfaltspflichten in der Betreuung von Klienten und vulnerablen Gruppen gewährleistet werden kann.

Im Idealfall wird so eine heuristische Konfliktkompetenz bereitgestellt, die auch für zukünftig schwer absehbare Entwicklungen in sich rasant wandelnden und interkulturell geprägten Medienlandschaften funktioniert.

Die Angebote
im Überblick

Betreuung und Vermittlung zu akuten Begegnungen mit Fake News und deren radikalisierenden Aspekten

Bei Unsicherheiten, Informationsbedarf oder Beratungswunsch zu Begegnungen mit Fake News, Verschwörungsmythen oder Radikalisierungsideologien besteht die Möglichkeit individueller Betreuung, Einordnung und Vermittlung des Falls an entsprechende Expertenstellen.

Die Beratungen finden nach Vereinbarung regelmäßig Di – Fr 11:00 Uhr bis 13:00 und 14:00-16:00 statt und können sowohl persönlich als auch online stattfinden.

Vor-Ort-Analyse und Austausch zu bestehendem Prozedere und Bedarfen

Für einen praxisorientierten Fokus gehen wir in die Einrichtungen und erkunden deren Erfahrungen und bestehende Vorgehensweisen. In einer Kombination aus Wissenschaftspädagogik und Transfer entwickeln wir die wechselseitig geschärfte Sensibilität für blinde Flecken im Praxisfeld.

Für eine Vor-Ort-Beteiligung an Erhebung, Austausch und Begleitung nehmen Sie als Träger gerne Kontakt auf.

Fortbildung in allgemeiner Medienkompetenz und spezifischer Resilienz mit Wissenschaftstransfer und Validierungskonsultationen

Spezifisch entwickelte und angepasste Fortbildungsangebote verbinden unter Rückgriff auf bestehende Forschungslage, Publikationen und aktuelle Diskussionen  mit Beobachtungen, Impulsen und Möglichkeiten aus der sozialen Arbeit. Dieser ergänzte wissenschaftskommunikative Transfer soll durch Validierungsprozesse in seiner Eigenschaft als praxisgerechte Handlungsempfehlungen zur Handreichung optimiert werden.

Die Veranstaltungstermine werden noch bekannt gegeben, bei Interesse gerne Kontakt aufnehmen.

Fokus auf Integratives Konfliktmanagement mit vulnerablen Gruppen

Ein besonderer Anspruch für die Soziale Arbeit besteht in der Sorgfaltspflicht hinsichtlich der Aufrechterhaltung eines konstruktiven Dialogs. Unter dem Stichwort ‚Konzilianz‘ sollen in speziellen Trainings daher Strategien aus dem Konfliktcoaching angepasst werden, um speziell den interkulturell sensiblen und integrativen Umgang mit vulnerablen Gruppen und deren Mediennutzerverhalten zu fördern.

Förderträger & Partner

Projektreferenten:

René-Marius Westfehling

Christian van den Kerckhoff

Kontakt