MuT – Mitmachen und Teilhaben

Die Erfahrungen des Projekts MuT wurden in einer Handreichung zusammengefasst mit Best-Practice-Beispielen und konkreten Handlungsempfehlungen.

(Kostenloser Download mit Klick auf den Link oder das Bild.)

Wir hoffen, dass diese Handreichung dazu beiträgt, gute Ideen weiterzutragen, neue Impulse zu setzen und gemeinsam noch mehr Räume für Begegnung, Beteiligung und Zusammenhalt zu schaffen.

Zum Projekt MuT – Mitmachen und Teilhaben

Bürgerschaftliches Engagement stärkt den sozialen Zusammenhalt, bietet Räume des Mitgestaltens, schafft Begegnung und stärkt nicht nur das demokratische Miteinander, sondern wirkt sich auch positiv auf die Engagierten selbst aus. Gerade für Menschen mit Flucht- und Migrationsbiografie ist ein Ehrenamt eine Form direkter Teilhabe in einem sonst marginalisierten und im Fall von Geflüchteten stark fremdbestimmten Alltag. So bietet ein Engagement ihnen Möglichkeiten, Kontakte aufzubauen, mit ihren Stärken und Talenten gesehen zu werden, Deutsch zu üben, auf Augenhöhe zur Gesellschaft beizutragen sowie selbstbestimmt gestalten zu können. Zudem bereichern Engagierte mit Migrationsbiografie die Vereine im Kleinen und die Gesellschaft im Ganzen mit ihren vielfältigen Perspektiven, Sprachen und kulturellen Erfahrungen. Durch ihr Engagement bauen sie Brücken zwischen unterschiedlichen Lebenswelten. 

Das Projekt MuT – Mitmachen und Teilhaben zielte mit fünf verschiedenen Angebotsformaten darauf ab, Menschen mit und ohne Migrationsbiografie in ihrem ehrenamtlichen Engagement zu stärken, Migrant:innenselbstorganisation (MSO) in ihrer Freiwilligenkoordination zu professionalisieren und Organisationen dabei zu unterstützen, sich interkulturell zu öffnen.

In der Projektlaufzeit zwischen Juli 2024 und Dezember 2025:

  • erwarben 24 Vereine (darunter 14 MSOs) das Wissen und Werkzeug zur professionellen Ehrenamtskoordination.
  • präsentierten sich 12 Vereine (darunter 6 MSOs) beim Interkulturellen Engagementbasar.
  • wurden 13 Organisationen insgesamt 72 Stunden zur interkulturellen Öffnung ihres Engagements beraten.
  • lernten 70 Engagierte mit und ohne Migrationsbiografie, besser auf ihre Kräfte und Grenzen zu achten.
  • erhielten weitere 14 Engagierte individuelle Unterstützung durch ein Coaching.

Dabei wurde deutlich: Teilhabe entsteht dort, wo Menschen sich gesehen und willkommen fühlen sowie wo Strukturen so gestaltet sind, dass ein Mitmachen auf Augenhöhe wirklich möglich ist. Oft braucht es dazu keine großen Ressourcen, sondern vor allem eine offene Grundhaltung, Geduld und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Projektleitung: Marisa Hafner hafner@bimev.de 

 Projektträger: Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V.