Projekt Beschreibung

Erfahrungen mit Macht und Ohnmacht sind universell. Das Spektrum reicht von politischer, religiöser und gesellschaftlicher über körperliche und psychosoziale Macht- und Ohnmachtserfahrungen. Machtkämpfe handeln davon, welche Gestalt Macht anzunehmen hat. Nicht zu vergessen ist dabei, dass es Menschen sind, die diese oder jene Machtform gestalten. Und die Ohnmacht? Das Bewusstsein verlieren Menschen auf der ganzen Welt. Aber warum fallen wir in Ohnmacht? Welchen Nutzen birgt die Ohnmacht für uns Menschen?

Konzept/Choreographie: Ronja Nadler, Ola Stankiewicz
Konzept/Dialog: Katrin Gildemeister
Mitwirkende: Rian Abboud, Ziyoda Alohanova, Inali Che, Heidi Förster, Abbud Hamdan, Rachid Jabado, Wisam Khalili, Ayla Kotan, Jascha Krug, Sophia La Mela, Daria Makarova, Luise Melerski, Anna Nguyen, Rabia Öztürk, Harman Nader Qader, Renee Richter, Mechthild Seggering, Dario Skusa, Anna Starke, Daniela Steffen, Ricarda Tomaschweski, Lea Weigel, Elisa Zelmer

In (ohn)Macht bewegt zeigen 25 Bonner:innen – ob neuzugezogen oder alteingesessen –, was Macht und Ohn macht für sie in Bewegung bedeutet. Dabei erzählt die Gruppe nicht nur spielerisch von Stereotypen und Sehnsüchten in Bezug auf beide Begriffe, sondern auch von der Abhängigkeit beider zueinander und letzlich vom Tanz zwischen beiden, der eine klare Grenzziehung nicht (mehr) zulässt.

Während des Gesprächs teilen die Teilnehmenden des Projekts ihre Perspektiven auf die Themen Macht und Ohnmacht, erzählen über ihre im Projekt gewonnenen Erfahrungen und laden alle Gäste zu einem Dialog darüber ein. Die Diskussion baut auf Eindrücken aus demReflexionsraum auf, der begleitend zum Projekt stattfand und den Teilnehmenden die Möglichkeit gab, individuelle Zugänge, Haltungen und Gefühle zum Projektthema zu reflektieren und sich darüber auszutauschen.

Aufführungen:  24. und 25. Juni (20 Uhr) sowie 26. Juni (16.00 Uhr) im Anschluss mit Gespräch und Diskussion zum Projekt (ohn)Macht bewegt
Zur Veranstaltung: https://fb.me/e/1MpxciiF4
Tickets: 10 € (normal) / 5€ (ermäßigt) / 20 € (Unterstützertickets)
Ticketreservierung per Mail an katrin.gildemeister@hiwarat.org
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ohnMacht bewegt ist ein Tanztheater-Projekt des Hiwarat e.V. (Raum für Dialoge) in Zusammenarbeit mit dem ARTpolis Community Arts & Music Lab des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. und der Bühne der Brotfabrik Bonn.

Für das Projekt suchen wir Menschen mit oder ohne Migrations- oder Fluchthintergrund, die sich mit dem Themenkomplex Macht und Ohnmacht beschäftigen wollen. Dabei ist egal, ob ihr Vorkenntnisse im Tanz oder Theaterspiel habt, Anfänger*innen sind genauso willkommen wie Fortgeschrittene.

Im Rahmen des Projekts arbeitet eine divers aufgestellte Gruppe zum Thema (ohn)Macht und stellt verschiedene körperliche Perspektiven auf Macht und Ohnmacht dar. Von besonderem Interesse sind dabei die interkulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Verkörperung von Macht und Ohnmacht.

Welche tradierten Macht- und Ohnmachtsbilder haben sich in unseren Gedanken und Körpern verankert?

Wie stellt sich Macht oder Ohnmacht in unterschiedlichen kulturellen Kontexten dar?

Welche Spielräume schaffen die verschiedenen Perspektiven auf Macht und Ohnmacht?

Und welche Durchlässigkeit lassen beide Begriffe in Bezug aufeinander zu?

Der Austausch der Teilnehmenden über ihre Sichtweisen auf das Thema und die Reflexion des im Tanz Erlebten sind ebenso Bestandteil des Projekts. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die Integration von Menschen mit Fluchtgeschichte in die Stadtgesellschaft über das Medium des Tanzes und einer
gemeinsamen inhaltlichen Auseinandersetzung. Das Projekt dient dem Austausch von unterschiedlichen Menschen zum Thema Macht und Ohnmacht mit
vordergründig tänzerischen Mitteln.

Durch den interkulturellen Austausch wird ein Perspektivwechsel ermöglicht. Der prozessorientierte Charakter des Projekts und die gemeinsame Arbeit über mehrere Wochen bieten einen geschützten Raum, in dem ein vertrauensvoller Austausch möglich ist. Die anschließenden Aufführungen sowie ein öffentlicher Diskussionsabend zum Thema ermöglichen die weitere Verzahnung in die Stadtgesellschaft.

Über 10 Wochen experimentieren wir mit unterschiedlichen Ausdrucksformen des Tanzes und Theaters zum Thema Macht und Ohnmacht. Wir entwickeln neue Perspektiven auf die häufig stereotyp besetzen Begriffe (Ohnmacht – Schwäche / Macht – Stärke). Das Projektteam lädt die 20 nicht-professionellen Performer*innen ein, sich physisch und im Dialog, individuell und als Gruppe auszudrücken.

Begleitet wird das Projekt durch einen Reflexionsraum: Hier habt ihr die Möglichkeit Eure individuellen Zugänge, Haltungen und Gefühle zum Projektthema zu reflektieren und Euch darüber auszutauschen. Geplant ist ebenso der Besuch eines Museums und einer Tanzperformance, um weitere Inspiration und Assoziationsräume für Dialog und Praxis zu schaffen.

Unsere Ergebnisse zeigen wir in drei öffentlichen Aufführungen Ende Juni 2022 in der Brotfabrik Bonn. Zudem laden wir zum Projektende zu einer öffentlichen Diskussion ein, in welcher den gesammelten Erfahrungen während des Projekts und zum Projektthema nachgegangen wird.

Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei möglich.
Ein Dolmetscher (Arabisch/Deutsch) wird das Projekt begleiten.

Wir freuen uns auf Dich!
Katrin Gildemeister, Ronja Nadler, Ola Stankiewicz und Mohammed Alikaj


Wen wir suchen:

  • Menschen, die mindestens 18 Jahre alt sind
  • Menschen mit oder ohne Vorkenntnisse in Tanz und Theater
  • Menschen, die in Bonn oder im Bonner Umfeld wohnen
  • Menschen, mit Interesse am Thema Macht und Ohnmacht
  • Menschen mit oder ohne Migrations- und Fluchthintergrund

Menschen, die sich angemeldet haben – HURRA!


Termine:
Probenstart: Donnerstag, 21.April 2022 / 18-20 Uhr
Proben + Probenwochenende: 23.+24. April je 10-13 Uhr
+ danach immer dienstags 18-20 Uhr
Premiere: Freitag, 24. Juni 2022
Weitere Aufführungen: 25. + 26. Juni 2022
Diskussionsveranstaltung: 26. Juni 2022

Ort:
Brotfabrik Bonn,  Kreuzstr. 16, 53225 Bonn-Beuel

Infos: Flyer zum Projekt

Projektträger & Veranstalter:

Hiwarat e.V., Ansprechpartnerin: Katrin Gildemeister, katrin.gildemeister@hiwarat.org

ARTpolis Community Arts & Music Lab c/0 BIM e.V., Ansprechpartner: Dr. Philip Gondecki-Safari, artpolis@bimev.de

in Zusammenarbeit mit der Bühne der Brotfabrik Bonn.

Gefördert durch: