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Im Rahmen der Veranstaltung werden Live-Musik, Literatur und Fingerfood der arabischen Kultur präsentiert. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der „Arabische Freie evangelische Gemeinde Bonn e.V.“ durchgeführt.

Vortrag: Der palästinensische Poet Mahmud Darwisch

Mahmud Darwisch (1941-2008) war der bekannteste palästinensische Dichter und einer der herausragenden Protagonist*innen der arabischen Gegenwartsliteratur. Jahrzehnte lang gefeiert als die poetische „Stimme Palästinas“ und als „Dichter der Widerstandes“, entwickelte er seine ihm eigene Poesiesprache, die nicht nur Generationen nachfolgender arabischer Lyriker*innen, sondern auch das palästinensische Selbstverständnis maßgeblich prägte. Dabei weist seine Lyrik eine besondere Nähe zu musikalischen Kompositionsweisen auf, die neben zahlreichen arabischen Musiker*innen und Sänger*innen auch zahlreiche zeitgenössische Komponisten inspirierte. Klang und Stimme weisen den Weg zu einer anderen Politik und einem offenen und dynamischen Verständnis von Eigenem und Fremdem – in Zeiten sich verschanzender Stacheldrahtstaaten und -Identitäten notwendiger denn je.

Referent: Dr. Stephan Milich, Arabist und Literaturübersetzer, führt in das Werk des Dichters ein.

 

Live Musik: Bagdad Trio

Riat William:

Die Sängerin und Komponistin Rita William wurde in Bagdad geboren und beschäftigt sich seit ihrer Kindheit mit orientalisch-christlichem, klassisch-irakischem Gesang und orientalischer Jazz. www.ritawilliam.com

Rageed William:

Irakischer Musiker und Toningenieur, er spielt Nay & Duduk (orientalische & armenische Flöten), er studierte orientalische Musik am Institut für Musikwissenschaft in Bagdad bei den wichtigsten Lehrern des Irak. In Deutschland studierte er Audiotechnik. www.rageedwilliam.com

Bassem Hawar:

Hawar studierte am Konservatorium in Bagdad klassische arabische und irakische Musik im Hauptfach die viersaitige Djoze (Kniegeige). Anschließend studierte er Musikwissenschaft an der Universität Bagdad. Daneben konzertierte er im nahem Osten und Europa mit dem Irakischen Sinfonieorchester und den Gruppen Melodic, al-Bayariq, Babel. Anschließend lehrte er am Konservatorium in Bagdad die Djoze, die er auch weiterentwickelte. Hawar lebt seit 2000 in Deutschland und wurde 2020 mit dem WDR Jazzpreis in der Kategorie ‚Musikkulturen‘ ausgezeichnet. www.bassemhawar.com

 

Diese Veranstaltung ist eine Aktivität des Projektes “1001 Takt zwischen Bonn und Babylon”. Aufbauend auf den Angeboten des Projekts wird im Laufe des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020 mit interessierten Teilnehmer*innen der Zielgruppe ein interkulturelles Musikensemble formiert, motiviert und gefördert. Mit dem Ensemble soll ein Repertoire erarbeiten werden, das sowohl traditionelle arabische, türkische, persische und kurdische Lieder als auch transkulturelle Liedbearbeitungen und Verbindungen mit Werken Beethovens umfasst.

 

+ Die Teilnahme ist kostenlos +

 

Weitere Infos:

www.migrapolis.de

www.bthvn2020.de