1001 Takt x MIRATH:MUSIC – Musikalischer Vortrag „Introduction in Levantine Maqam“

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Einladung zum musikalischen Vortrag von Ghassan Sahhab „Introduction in Levantine Maqam“ (in englischer Sprache) im Rahmen des Projekts „1001 Takt x MIRATH:MUSIC“.

Das ARTpolis Community Arts & Music Lab des BIM e.V. bringt in Kooperation mit dem Goethe-Institut Bonn und dem Goethe Institut Jordanien erstmalig die Wanderausstellung Mirath:Music über das musikalische Erbe aus Westasien und Nordafrika nach Deutschland und verbindet dies mit Ansätzen und einer Fortsetzung des transkulturellen Musikprojekts 1001 Takt.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt und kann ohne Anmeldung besucht werden.

Ein Vortrag von Ghassan Sahhab*, über die Maqām-Musik in der Levante. Der Maqam ist ein System aus Tonleitern, melodischen Phrasen, Modulationsmöglichkeiten und Verzierungstechniken. Der Musikwissenschaftler Ghassan Sahhab wird das Maqām-System aus einer linguistischen Sicht vorstellen. Dieser Vortrag wird die Eigenschaften des Maqām-Systems wie Tonleiter, Intervalle, Klang, Phrasierung und Rhythmen vorstellen.

Der Vortrag wird auch eine historische Zeitleiste der Maqām-Musik in der Levante präsentieren. Er wird sich zusätzlich auf den Unterschied zwischen dem Konzept der traditionellen und authentischen Musik konzentrieren. Während des Vortrags werden Live-, sowie aufgezeichnete Beispiele für das Publikum aufgeführt.

Am Ende des Vortrags ist eine anschließende Diskussion mit dem Publikum vorgesehen.

*Ghassan Sahhab (1985) ist Musikwissenschaftler, Komponist und Musiker.

Als Musiker und Komponist veröffentlichte er 2017 sein erstes Album Sharqi (“Mein Orient”) und weitere Instrumentalsingles für Theaterstücke, Filme und Podcasts. Er trat in Konzerten und Projekten in Frankreich, Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Australien, Italien, Aserbaidschan, der arabischen Welt und im Libanon auf. Er ist Mitglied des klassischen arabischen Musikensembles der Université Antonine (UA) und des Asil-Ensembles für zeitgenössische arabische Musik. Er ist Mitbegründer und musikalischer Leiter der me’zaf musikalischen Kulturinitiative für authentische levantinische Musik und betreibt wissenschaftliche Forschungsarbeit zu den musikalischen Traditionen des Mašriq. Ghassan Sahhab ist ein Doktorand, der die Geschichte des Qānūn und die Entwicklung dieser Praxis erforscht. Er nahm an vielen musikwissenschaftlichen Konferenzen in Deutschland, Tunesien, Ägypten und dem Libanon teil und ist seit 2011 Dozent an der Lebanese American University (LAU) und der Université Antonine (UA) im Libanon.

 

Als tourendes Kulturprojekt wird die Ausstellung Mirath:Music an verschiedenen Standorten in Bonn vorgestellt und mit einem breiten Rahmenprogramm mit Workshops und Veranstaltungen verknüpft. Die Ausstellung, welche durch das Goethe-Institut Jordanien in der SWANA Region produziert wurde, zeigt die Arbeiten von sieben Künstler*innen, welche sich auf unterschiedliche Art und Weise mit ihrem musikalischen kulturellen Erbe und damit verbundenen Fragestellungen auseinandersetzen.

Vernissage feiert die Ausstellung in den Räumlichkeiten der Fabrik45, wo diese bis zum 13.08.2022 zu sehen sein wird. Darauf folgen drei mobile Aktionstage mit Konzerten und Präsentationen der Ausstellung im öffentlichen Raum am Bonner Rheinufer. Den Abschluss bildet eine einwöchige Ausstellung im MIGRApolis – Haus der Vielfalt in der Bonner Innenstadt.

Begleitet wird die Wanderausstellung Mirath:Music von einem musikalisch-kulturellem Rahmenprogramm mit insgesamt neun Sonderveranstaltungen, darunter Konzerte, Workshops, Panel-Diskussionen und vieles mehr. Unter anderem spielt das transkulturelle 1001 Takt Ensemble, das musikalische Brücken zwischen Orient und Okzident baut, um interkulturelle Begegnungen und das Zusammenleben in Vielfalt zu fördern.

An den Konzerten der Vernissage und Finissage wird jeweils ein Künstler aus dem Mirath:Music Projekt teilnehmen, Ghassan Sahhab aus dem Libanon und Zaid Hilal aus Palästina. Transkultureller Austausch wird so zur Realität in den Interaktionen, nicht nur zwischen Künstler*innen und Publikum, sondern auch zwischen den Künstler*innen aus Bonn und der Welt.

Das Projekt ist darauf ausgerichtet kulturelle Teilhabe und Diversität durch gemeinschaftliches Musizieren und Kulturschaffen zu fördern. Zur nachhaltigen Verfolgung dieser Ziele dient „1001 TAKT x MIRATH:MUSIC“ als Auftakt für weitere Community-Art-Projekte im In-und Ausland.

Die erstmalige Präsentation der Mirath:Music Ausstellung in Deutschland  verbindet die Arbeit der Goethe-Institute im Ausland nachhaltig und effektiv mit der Arbeit der Zentren für internationale Kulturelle Bildung der Goethe-Institute im Inland. Im Kontext dieses internationalen Austausches sollen Anreize für ein Miteinander im musikalischen Kontext geschaffen werden. Musik wird hier zum verbindenden Element zwischen  Regionen und Kontexten, Kulturen, gelebter Gegenwart und Vergangenheit sowie Menschen aus Bonn und der Welt.

VERANSTALTUNGEN

 1. Auftakt

09.- 13.08. Ausstellung in der Fabrik 45:

09.08. Vernissage mit musikalischer Begleitung des 1001 Takt Ensembles.

10.08. Musikalischer Vortrag „Musical Journey throu Palestine“ mit Zaid Hilal mit einem Artist Talk (in englischer Sprache)

11.08. Workshop „Arabic singing“ mit Zaid Hilal (in englischer Sprache)

2. Zwischenspiel

Ausstellung an drei Tagen zwischen 16. – 19.08. im öffentlichen Raum (Bonn):

Jeweils drei Konzerte vom “1001 Takt Ensemble & Friends”.

3. Ausklang

22. – 27.08. Ausstellung im MIGRApolis – Haus der Vielfalt:

22.08. Musikalischer Vortrag „Introduction in Levantine Maqam“ (in englischer Sprache)

24. – 26.08. Dreitägiger Workshop „Levantine Music Tradition“ mit Ghassan Sahhab (in englischer Sprache)

27.08. Finissage mit Konzert von Ghassan Sahhab und Teilnehmer:innen des Workshops „Levantine Music Tradition“.

Ansprechpartner: Saman Haddad und Dr. Philip Gondecki-Safari, artpolis@bimev.de

Projektträger:

ARTpolis Community Arts & Music Lab des Bonner Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelles Lerben (BIM) e.V.

in Kooperation mit:

Goethe-Institut Bonn und Goethe-Institut Jordanien

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