Umgang mit Konfliktsituationen und Interkulturelle Kompetenz

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MIGRApolis-Café 

Verbindliche Anmeldung bei Mika Wagner unter wagner@bimev.de 

Die Unterstützung von Menschen – insbesondere, wenn Helfende und Hilfesuchende in unterschiedlichen Kulturräumen sozialisiert sind – birgt neben all den bereichernden Erlebnissen und Erfahrungen ein großes Potenzial für Missverständnisse und Konflikte. Denn hinter allen Gefühlen, Handlungen oder Sichtweisen liegen kulturelle und/oder persönliche Faktoren wie bspw. familiärer Hintergrund, religiöse Zugehörigkeit und Überzeugung, Krankheit und Krankheitsverständnis, politische Vorstellungen, spezifische Ängste oder traumatische Erfahrungen, kulturimmanente Kommunikations- und Interaktionsweisen. Ein Großteil dieser Faktoren bleibt den Helfenden verborgen, und somit fehlt auch der Schlüssel zum Verständnis oder zum annähernd angemessenen Einordnen von (Konflikt-)Situationen. Dazu kommt, dass in vielen Situationen noch DolmetscherInnen oder ÜbersetzerInnen als gewissermaßen „Dritte im Bunde“ dabei sind und in der Kommunikation eine – mitunter entscheidende, aber nicht transparente – Rolle spielen.  

Nach einer kurzen Einführung in das Thema Interkulturelle Kompetenz können die TeilnehmerInnen (Fall-)beispiele aus ihrem ehren- oder auch hauptamtlichen Alltag einbringen. Diese werden ausführlich betrachtet, und es erfolgt ein erster Versuch der Einordnung. Die TeilnehmerInnen erhalten Anhaltspunkte zum Umgang mit den unklaren oder konflikthaltigen Situationen. Unter Berücksichtigung kultursensibler Umgangs- und Bewältigungsstrategien wird dann der Versuch unternommen, Möglichkeiten und Grenzen erfolgreicher Kommunikation in interkulturellen Überschneidungssituationen zu verdeutlichen.  

In diesem praxisorientierten Workshop wird es unter anderem darum gehen, welche Hilfsmittel man benötigt, um mit Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund möglichst effektiv zu arbeiten. Dabei wird es auch um die Auseinandersetzung mit bspw. folgenden Fragen gehen: „Welche Informationen brauche ich, um diesen oder diese Menschen erfolgreich zu unterstützen?“ „Was fehlt mir zum Verständnis seiner/ihrer Situation oder Handlungsweise?“ „Worauf sollte ich besonders achten?“ „Wie gelingt es mir, eine „Beziehungsbrücke“ aufzubauen, ohne meine professionelle Distanz zu verlieren?“ 

Referent: 

Dr. phil. Dipl.-Psych. Ali Kemal Gün 

ist Psychologischer Psychotherapeut, Psychodramatherapeut, systemischer Familientherapeut, Lehrbeauftragter, Fachautor, Integrationsbeauftragter und Mitglied des Integrationsgipfels im Bundeskanzleramt. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind interkulturelle Missverständnisse, Interreligiöse und Interkulturelle Kompetenz, Interkulturelle Öffnung, Interkulturelle Kommunikation und Sensibilisierung. 

Gefördert durch:

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